… und warum verliert man die Lust, kleine aber wichtige Aufgaben zu erledigen, sobald man einmal weniger zu tun hat? Sicherlich klingt das, was ich hier anspreche nicht gerade nach einem Problem, das die Masse betrifft. Überhaupt? Hat dieser Lümmel nichts zu tun, oder was?
Doch, hat er. Nur eben nicht besonders viel. Im Moment. Abgesehen halt von einigen kleineren Aufgaben, die sich sicher schnell erledigen ließen, wenn man sie denn mal anginge. Im Prinzip ist noch genug Zeit, diese Dinge zu tun. Schiebt man sie auf wird also keine Frist verletzt. Einzig die Sorge, ein früherer oder der jetzige Zeitpunkt könnten für die Ausführung günstiger sein, treibt mich um.
Oder halt. Das stellt meine Gedanken nicht ausreichend gut dar. Mit einer solchen Sorge könnte ich umgehen, was mir Probleme bereitet ist die Gewissheit. Dennoch bin ich bereit, nichts zu tun. Ich weiß also, das ein Handlung günstig wäre. Und kann mir auch Bedingungen vorstellen, unter denen ich die Handlung ausführen würde, mache aber trotzdem nichts.
Besagte Bedingungen enthalten übrigens sämtlich mehr Stress, als die aktuelle Situation. Ich würde also diese kleinen aber wichtigen Dinge erledigen, wenn ich ohnehin weniger Zeit hätte. Jetzt, da ich sie jederzeit verrichten könnte und mit einer früheren Erledigung bessere Resultate einhergehen müssten, mache ich nichts. Warum?
Montag, 24. November 2008 um 20:20
Antriebslosigkeit ist der Urzustand. Alle anderen Prozesse müssen erzwungen werden. In der Natur gibt es dafür den Hunger, den Schmerz und die Lust. In der Kultur sind Rollenerwartungen, Wünsche, Ehrgeiz, schlechtes Gewissen und Status dafür da.
Wenn man jetzt also keinen konkreten Anreiz hat, „kleine Aufgaben“ zu verrichten, muss man mit Hilfe enormer Abstraktionsleistungen die nötige Selbstdisziplin erzeugen um sie dann doch zu tun. Schließlich muss man sich erstmal das angenehme Gefühl einer aufgeräumten Küche vorstellen, bevor man es in Angriff nimmt. Logisch, dass das nicht immer klappt.
Akzeptiere deine Faulheit, Taugenichts!